8 Tote & 3 gefolterte Kinder, UN & WHO kritisieren Israels Diskriminierung — Weekly Summary, 04.06.2021

Insgesamt 8 Palästinenser*innen sind diese Woche verstorben, darunter ein Krebspatient, dem Israel die Ausreise aus Gaza zur Krebsbehandlung verbot. Mit scharfer Munition schossen Besatzungstruppen auf zahlreiche palästinensische Demonstrant*innen, manch einer verstarb daran. 3 Kinder wurden von der Besatzung in Gewahrsam genommen & brutal geschlagen, sie kamen verstört & mit Blutergüssen nun wieder nach Hause. Ein 12-jähriges Kind wird wegen einer Palästina-Fahne am Fahrrad von israelischer Polizei in Jerusalem absichtlich angefahren & von Männern mit Maschinengewehren verhaftet & abgeführt. Ein 14-jähriges Mädchen wird verhaftet, weil sie einen Soldaten als Lügner beschimpft. Trotz Waffenruhe: Die israelische Armee schießt wieder auf Gazas Zivilisten. Die WHO entsetzt über Lage in Gaza & spricht von “schwindelerregenden Gesundheitsbedürfnissen”. UN kritisiert scharf Diskriminierung der palästinensischen Staatsbürger*innen Israels. Innerhalb Israels beendete die Polizei ihre Kampagne “Law & Order”, bei der sie 1.951 palästinensische & 191 jüdische Bürger*innen Israels verhaftete. Derweil attackieren jüdische Mobs weiter Palästinenser*innen in Israel, 3 sind im Krankenhaus. Und ein Beduinendorf wird zum188. Mal zerstört. Das & mehr: Was in der Woche vom 27.05.-02.06.2021 im historischen Palästina passierte.

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Getötet: Am Donnerstag, 27. Mai 2021, erklärten Ärzte des Al Arish Krankenhauses in Ägypten den Tod des Palästinensers Ahmed Kamel Abed Al Kareem Ammar (33), der seinen schweren Verletzungen erlag, die er am Montag, 17. Mai 2021, bei einem israelischen Luftangriff auf das Flüchtlingslager Buraij in Gaza erlitten hatte. Wegen der Schwere seiner Verletzungen konnte er nicht im Gazastreifen, wo das Gesundheitswesen nahezu vollkommen durch die 14-jährige israelische Blockade kollabiert ist, behandelt werden, weswegen er wenige Tage später nach Ägypten verlegt wurde.

Ein friedlicher Protest im besetzten Dorf Beita am Freitag, den 28. Mai 2021, der gegen den illegalen Siedlungsaußenposten “Avitar” gerichtet war, den die Besatzung vor einem Monat errichtete, endete für den palästinensischen Lehrer Zakaria Maher Falah Hamayil (26) tödlich. Die Demonstrant*innen trugen palästinensische Flaggen & skandierten Slogans gegen die israelische Besatzung & Siedler. Als sie sich dem Außenposten näherten, trafen sie auf eine große Anzahl von Besatzungssoldat*innen, die wahllos das Feuer auf sie eröffneten. Danach kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen ihnen, bei denen die unbewaffneten Demonstrant*innen Steine gegen die Soldat*innen warfen, die wiederum mit scharfer Munition, gummi-ummantelten Stahlgeschossen, Blendgranaten & Tränengas antworteten. Mehrere Demonstrant*innen wurden verletzt, darunter ein Kind. Von den Verletzten wurden 4 mit scharfer Munition verwundet. Der Lehrer Hayali wurde ebenfalls durch scharfe Munition verletzt — ein israelisches Geschoss traf seinen Kopf.

Aufgrund der andauernden israelischen Blockade des Gazastreifens verstarb Hasan Ahmed Abed Al Kharti (62), der an Zungen- und Kehlkopfkrebs litt, am Sonntag, den 30. Mai 2021. Al Kharti hatte eine ärztliche Überweisung für eine Behandlung im Al Makassed-Krankenhaus im besetzten Jerusalem. In Gaza sind Krebsbehandlungen nahezu unmöglich. Jedoch dürfen die Menschen den Gazastreifen nicht verlassen, ohne vorher eine Genehmigung von Israel zu erhalten, das sämtliche Grenzübergänge seit 14 abgeriegelt hat & kontrolliert. Das palästinensische Gesundheitsministerium beantragte seine Reisegenehmigung. Die israelischen Behörden haben seine Reise jedoch nicht genehmigt.

Quelle: Institute for Middle Eastern Understanding (IMEU)

Am Mittwoch, dem 02. Juni 2021, erklärten Mediziner des Palestine Medical Complex im besetzten Ramallah den Tod von Fadi Washah (34) aus der besetzten Stadt Birzeit. Er erlag seinen Wunden, die er am 15. Mai 2021 erlitten hatte, nachdem ein israelischer Soldat eine Kugel in seinen Kopf schoss, während er an einem friedlichen Protest teilnahm. Ein israelischer Shin Bet-Offizier telefonierte nach Fadis Schussverletzung mit seinem Bruder & fragte hämisch, ob die Israelis nun seinen Tod feiern können. Die Birzeit Universität erklärte 3 Trauertage & ließ den Unterricht von 10:30 bis 13:30 Uhr ausfallen, damit Mitarbeiter*innen & Studierende an der Beerdigung ihres Kollegen teilnehmen konnten.
Seine Biographie ist eine von vielen, die nicht durch die Besatzung beendet, sondern auch stark geprägt wurde. 2009 wurde Fadi Washah von der Besatzung inhaftiert. Er verbrachte etwa 2,5 Jahre in Haft, bevor er 2011 im Rahmen eines Austauschabkommens zwischen der Hamas & der Besatzung freigelassen wurde.

Fadi Washah wurde 2019 bei einer Soldidaritätsdemo für Gaza von Soldat*innen verletzt.

Im Januar 2013 wurde Fadi, damals 26 Jahre alt & Literaturstudent an der Birzeit-Universität, erneut von der Besatzung verhaftet, um 2,5 Jahre in Adminsitrativhaft zu verbringen, also willkürlich ohne eine Anklage, Nennung von Beweisen oder einen Prozess. Danach wurde er zu weiteren 3 Jahren verurteilt. Er trat zusammen mit vielen anderen palästinensischen Gefangenen in einen Hungerstreik, um gegen ihre Willkürhaft zu protestieren. Während seiner Inhaftierung verlor Fadi seinen Cousin & besten Freund Mu’taz Washah, der in seinem Haus ermordet wurde, als er sich dem Versuch der Besatzungsarmee widersetzte, ihn zu verhaften. Sie beschossen sein Haus & töteten ihn. Im Februar 2019 wurde Fadi freigelassen, nachdem er etwa 6 Jahre im Besatzungsgefängnis verbracht hatte. Ende 2019 wurde Fadi von der Besatzungsarmee während eines Protestes gegen den israelischen Angriff auf Gaza angeschossen. Soldat*innen hinderten Sanitäter daran, sich ihm zu nähern, aber den Sanitätern gelang es, ihn zu retten.

Familienbesuch am Krankenbett des im Mai schwer verwundeten Fadi Washah
Links: Ein Foto der Beerdigung Fadi Washahs. Rechts: Fadi & Mu’taz Washah, beide durch Besatzungssoldat*innen getötet.

Gestern, 03. Juni 2021, hielten Palästinenser*innen eine weitere Trauerfeier in Gaza ab & sprachen Trauergebete für Diana Al Yazaji, die am Donnerstagabend an ihren Verletzungen starb, die sie während des 11-tägigen israelischen Angriffs auf Gaza erlitten hatte. Ihre beiden Töchter Shaima’ & Rawan kamen bei dem gleichen Luftangriff ums Leben.

Trauerfeier für Diana Al Yazaji, Gaza, 03.06.2021
Dianas Töchter Shaima’ & Rawan kamen im Mai 2021 beim gleichen israelischen Luftangriff auf ihr Wohnhaus in Gaza ums Leben.

Yahya Al Ijla, ein palästinensischer junger Mann aus dem Gazastreifen, erlag gestern, dem 03. Juni 2021, ebenfalls seinen Wunden, die er bei einem israelischen Luftangriff während der jüngsten Aggression im Mai 2021 gegen Gaza erlitten hat.

Am Mittwoch verstarben die beiden Hamaskämpfer Usama Jineinah & Ahmad Zaki Abu Haseera, während sie versuchten, eine israelische nicht explodierte Bombe zu entschärfen. Lokale Quellen berichteten außerdem von mehreren Verletzten unter den anderen Kämpfern während des Vorfalls. Das Innenministerium Gazas teilte mit, dass Ingenieurteams der Polizei weiterhin in den Gebieten, auf die der jüngste israelische Angriff auf den Gazastreifen abzielte, nach nicht explodierten israelischen Bomben suchen & diese zu entschärfen versuchen.

Links der gestern verstorbene Yahya Al Ijla, rechts einer der am Mittwoch bei einer Bombenentschärfung verunglückten Hamaskämpfer.

Besatzungsgewalt: Mindestens 171 Mal fiel die isr. Besatzungsarmee gewaltsam in Ortschaften des Westjordanlandes, einschließlich Jerusalem, ein: Dabei wurden 125 pal. Zivilisten willkürlich verhaftet, darunter 12 Kinder, 2 Frauen & 2 Journalist*innen. Viele Zivilisten wurden bei willkürlichen nächtlichen Razzien pal. Familienhäuser durch die isr. Armee verhaftet. Diese Razzien sind durch exzessive Gewaltanwendung, Verwüstung, Waffeneinsatz, Angriffe auf & Misshandlungen von Zivilisten durch die Soldat*innen gekennzeichnet. Es handelt sich um eine jahrzehntelange Praxis der Besatzung.

Ein palästinensisches Mädchen beobachtet vom Balkon ihres Hauses aus, wie israelische Soldaten eine Razzia im Mai 2021 in einem Dorf östlich von Nablus durchführen. Foto: Jaafar Ashtiyeh — AFP/Getty Images

In Jerusalem wurde das palästinensische Kind Jawad Abbasi (12) von einem Wagen der israelischen Besatzungspolizei absichtlich angefahren, nachdem sie es auf seinem Fahrrad, das die palästinensische Flagge trug, verfolgte; das Kind wurde bei dem Angriff verletzt, erlitt Prellungen & wurde verhaftet.

Mehrere Soldaten mit Maschinengewehr umringen das Kind Jawad Abbasi, nachdem sie es vorher mit dem Wagen anfuhren — wegen einer palästinensischen Flagge am Fahrrad

Der 16-jährige palästinensische Teenager Mohammad Al Juaba aus dem besetzten Jerusalem wurde vor 3 Wochen von israelischen Soldat*innen festgenommen & heute, 04.Juni 2021, in den Hausarrest geschickt. Zeichen der Folter durch israelische Vernehmungsbeamte sind an seinem Gesicht und Kopf leicht zu erkennen. 2 weitere palästinensische Kinder, der 14-jährige Mohammad Hoshia & der 14-jährige Adam Abul-Hawa, wurden von israelischen Besatzungskräften während ihrer kürzlichen Inhaftierung in israelischem Gewahrsam brutal misshandelt & verbal beleidigt, so die Palestinian Prisoner’s Society.
“Du bist ein Lügner, und du machst mir keine Angst!” — Weil sie diese Worte mutig zu einem israelischen Soldaten gesagt hatte, wurde ein 14-jähriges palästinensisches Mädchen gestern verhaftet, nachdem sie eine Unterhaltungsaktivität angemeldet hatte, bei der sie die palästinensische Flagge auf die Gesichter von Kindern im Viertel Sheikh Jarrah malte.

Mohammad Al Juaba nach Entlassung aus seiner Haft. Er wurde von israelischen Beamten während seiner Haft schwer misshandelt. Jerusalem, 04.06.2021

Zahlreiche friedliche Demonstrationen wurden von der Besatzung gewaltsam niedergeschlagen, unter anderem mit scharfer Munition, gummi-ummantelten Stahlgeschossen, Blendgranaten & aggressivem Tränengas. Dabei kam es nicht nur zu den oben genannten Toten, sondern auch zu zahlreichen verletzten, darunter Kinder sowie Senioren. Bspw. wurde diese Woche ein 60-jähriger Palästinenser durch ein Gummigeschoss israelischer Soldat*innen schwer am Ohr verletzt. Auch Emad Al Khawajah (44), Bürgermeister der Dorfgemeinde Ni’lin im besetzten Westjordanland, wurde durch scharfe Munition am linken Bein verletzt. Unter anderem protestiert seine Gemeinde Ni’iln gegen Versuche illegaler israelische Siedler, den Berg Al Alem (3.000m²) zu beschlagnahmen & ihn an die Siedlungen “Nili” & “Kiryat Sefer” anzugliedern, um dort eine Straße für Siedler zu bauen. Diese Straße soll die illegalen Siedlungen mit Tel Aviv verbinden.

Zahlreiche Demonstrant*innen wurden heute im besetzten Beita verletzt. Trotz alledem noch zu lachen zu können, ist auch eine Form des Widerstands. Besetztes Westjordanland, 04.06.2021

Freiluftgefängnis Gaza: Der Gazastreifen leidet immer noch unter der Totalblockade der israelischen Besatzung. Die totale Abriegelung hält nun das 14. Jahr in Folge an, ohne jegliche Verbesserung des Personen- & Warenverkehrs, der humanitären Bedingungen & mit katastrophalen Auswirkungen auf alle Aspekte des Lebens. Die Menschen dürfen ohne israelische Genehmigung weder ein- noch ausreisen, es darf nicht exportiert werden, importiert werden darf nur wenig, die Resultate sind Massenarbeitslosigkeit, ein kollabiertes Gesundheitswesen & Lebensmittelknappheit.

Lokale Clowns versuchen, einige der schmerzhaften Erinnerungen zu lindern, die palästinensische Kinder während der jüngsten israelischen Luftangriffe auf Gaza erlebt haben. Belagerter Gazastreifen, 01.06.2021

Beamte der Vereinten Nationen & des Roten Kreuzes haben den belagerten Gazastreifen besucht, um die Zerstörung durch Israels 11-tägige Bombardierung zu begutachten, einschließlich der Schäden an Häusern, Schulen, Krankenhäusern & anderer wichtiger Infrastruktur. In einer Erklärung vom Mittwoch warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor “schwindelerregenden Gesundheitsbedürfnissen” im gesamten besetzten palästinensischen Gebiet & sagte, der jüngste Angriff auf Gaza hat die anhaltende humanitäre Krise verschärft.

“Mehr als 77.000 Menschen wurden intern vertrieben & etwa 30 Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt” — WHO

Die WHO sagte, dass sie “ihre Mittel aufstockt, um Gesundheitshilfe für fast 200.000 Menschen in Not zu leisten”, in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich der besetzten Westbank. “Die Situation ist brisant. Die WHO ist weiterhin besorgt … und fordert ungehinderten Zugang für humanitäre & entwicklungspolitische Hilfsgüter & Personal in den Gazastreifen & die Überweisung von Patienten aus dem Gazastreifen, wann immer dies nötig ist”, sagte Rik Peeperkorn (WHO). Unterdessen rief der Leiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) dazu auf, mehr als 16 Millionen Dollar für die Menschen in Gaza bereitzustellen. “Furcht, Angst und Stress waren die Schlüsselwörter, die ich heute wiederholt gehört habe”, sagte IKRK-Chef Robert Mardini gegenüber Al Jazeera, nachdem er die vom israelischen Bombardement verwüsteten Gebiete in Gaza besucht hatte.

“Auch wenn die Eskalation kürzer war als in früheren Situationen, wird es Jahre dauern, wieder aufzubauen, was in nur 11 Tagen beschädigt wurde” — IKRK-Chef Robert Mardini

Das vollständige Statement: http://www.emro.who.int/pse/palestine-infocus/staggering-health-needs-emerge-in-the-occupied-palestinian-territory-in-the-wake-of-recent-escalations.html

Diese Woche drang die israelische Armee kurzzeitig bei Khan Younis in den Gazastreifen ein. Einmal wurden Farmer, die ihre Felder bestellten, von israelischen Soldat*innen beschossen, einmal wurde durch israelische Kanonenboote ein pal. Fischerboot vor Gazas Küste angeriffen.

Systematische Vertreibung: Die Proteste in Sheikh Jarrah, einem Viertel in besetzten & annektierten Jerusalem, deren pal. Bewohner*innen von ethnisch motivierter, illegtimer Zwangsvertreibung bedroht sind, werden immer gewaltsamer von der Besatzung unterdrückt: So auch ein Marathon, der als friedliche Protestaktion stattfand. 23 Personen wurden verletzt & zahlreiche verhaftet, als die israelische Armee einen Marathon, der auf die bedrohten Stadtteile in Jerusalem aufmerksam machen sollte, unterdrückte. Auch ein Solidaritätszelt in Silwan wurde angeriffen. Auch dieses Viertel, insbesondere Batan Al Halwa, sind aktuell von Vertreibung zu Gunsten illegaler Siedler bedroht. Der Marathon fand unter dem Motto “Rettet Sheikh Jarrah, rettet Silwan” stand. In Sheikh Jarrah sind aktuell 28 Familien akut von Vertreibung bedroht, in Silwan weitere 86 Familien. Die Besatzungstruppen griffen auch die Journalist*innen von Palestine TV an, die von den Ereignissen berichteten.

Links: Marathon in Sheikh Jarrah. Rechts: Solidaritätszelt in Silwan, gewaltsam attackiert von Soldat*innen.
Übergriffe israelischer Besatzungstruppen auf die palästinensischen Bewohner*innen in Sheikh Jarrah, aufgenommen diese Woche.

Die 24-jährige Journalistin Zaina Halawani & ihr Kollege Wahbi Makiya wurden am 30. Mai von israelischen Behörden für 5 Tage in Adminsitstrativhaft (Willkürhaft ohne Anklage, Beweise oder Prozess) genommen. Reporter ohne Grenzen (RSF USA) verurteilte Israels “Hetzjagd auf palästinensische Reporter”. Die beiden wurde am Donnerstag, den 28. Mai, von Besatzungstruppen in Jerusalem festgenommen, wo sie über die Ereignisse in Sheikh Jarrah berichtet hatten.

Die 24-jährige Journalistin Zaina Halawani

Des Weiteren wurde im Westjordanland weitere palästinensische Infrastruktur zerstört, um die Menschen zu zermürben & ihrer wirtschaftlichen grundlage zu entziehen. Davon betroffen war u.a.Al Khalil, außerdem wurden 8 Abriss- & Bauverbotsbescheide bzgl. palästinensischer Wohnhäuserim besetzten Westjordanland verteilt.

Siedlergewalt: Auch diese Woche griffen Siedler Fahrzeuge von Palästinenser*innen an. Darüber hinaus versuchten sie 3.000m² palästinensischen Landes zu beschlagnahmen, um die ihren illegalen Siedlungen einzuverleiben zwecks einer Straßenverbindung mit Tel Aviv. Erneut stürmten Siedler gemeinsam mit Soldat*innen die Al Aqsa-Moschee, provozierten gläubige Muslime & Betende, störten die religiöse Ruhe & Würde der drittheiligsten Stätte des Islam. Die israelische Knessetabgeordnete Shirin Haskell befand sich ebenfalls darunter. Gefordert wird von rechstextremen Israelis & Siedlern die Zerstörung des Al Aqsa-Komplexes.

Siedler im vor der Al Aqsa-Moschee & dem Felsendom in dieser Woche.

Israel: Ein UN-Menschenrechtsexperte verurteilte die Angriffe auf Israels palästinensische Minderheit durch Rechtsextreme & Bürgerwehr-Gruppen, einschließlich Siedler, manchmal mit der Unterstützung der Sicherheitskräfte & forderte Israel auf, alle seine Bürger ohne Diskriminierung vollständig & gleich zu schützen. “Berichte über rechtsextreme Gewalt & unverhältnismäßige Gewaltanwendung durch Ordnungskräfte während der Proteste der letzten Wochen, unter anderem in Sheikh Jarrah, am Damaskustor & an der Al Aqsa-Moschee, haben zu einigen der schlimmsten Fälle von Gewalt gegen palästinensische Bürger*innen Israels geführt”, sagte Fernand de Varennes, der Sonderberichterstatter für Minderheitenfragen. Der UN-Experte sagte, dass die jahrzehntelange Ausgrenzung & Diskriminierung, einschließlich der Trennung zwischen palästinensischen & jüdischen Bürger*innen sowie der fehlenden Gleichbehandlung in Bezug auf Rechte & Privilegien, einen schweren Tribut von der palästinensischen Minderheit gefordert hat. Der gesamte Bericht, der Israels Diskriminierung seiner pal. Staatsbrüger*innen scharf kritisiert:

Die israelische Polizei beendete ihre Kampagne “Law & Order”, bei der sie 1.951 palästinensische & 191 jüdische Bürger*innen Israels verhaftete, darunter 60 Minderjährige. Die israelische Polizei geht davon aus, dass der getötete jüdische Israeli in Lydda (Lod) von anderen jüdischen Israelis getötet wurde, weil er ein “arabisches” Gesicht hatte, Arabisch beherrschte & sehr enge Verbindungen zur arabischen Gemeinde der Stadt hatte, was den jüdischen Lnych-Mob dazu verleitet haben könnte, seine Identität zu verwechseln.

In den vergangen Tagen wurden viele Vorfälle von Angriffen jüdischer Extremisten auf palästinensische Bürger*innen Israelis gemeldet. 3 von ihnen werden immer noch in Krankenhäusern behandelt, nachdem sie an ihren Arbeitsplätzen zusammengeschlagen wurden.

Das palästinensische Beduinendorf Al Araqeeb wurde zum 188. Mal seit dem Jahr 2000 zerstört, dieses Jahr zum 7. Mal. Die Anerkennung eines weiteren Dorfes, Khirbet Alwattan, wurde von den israelischen Behörden abgelehnt. Israel verweigert seit seiner Staatsgründung den palästinensischen Beduinen (& mittlerweile pal. Staatsbürger*innen Israels) die Annerkennung ihrer Dörfer in der Wüste Naqab (Negev). Die Beduinen sollen weichen, um jüdischen Israelis Platz zu machen.

Das Beduinendorf Al Araqeeb wurde zum 188. Mal seit dem Jahr 2000 zerstört

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