Eine Mutter & ein Sohn, einfach erschossen — Donnerstag, 17.06.2021

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Israelische Besatzungssoldat*innen erschossen gestern im besetzten Himza die erst 29-jährige Palästinenserin Mai Afanah. Sie wurde von den Soldat*innen angeschossen & blutend in ihrem Wagen liegen gelassen. Palästinensische Medien berichten übereinstimmend, dass kein Krankenwagen am Tatort ankam, nachdem sie angeschossen wurde. Die junge Doktorandin & Mutter einer 4-jährigen Tochter verblutete somit langsam. Laut Besatzungsarmee habe die junge Frau versucht, israelische Soldat*innen anzugreifen. Es wurde kein Soldat verletzt. Palästinensische & internationale Menschenrechtsrechtsgruppen beschuldigen immer wieder israelische Besatzungssoldat*innen, absichtlich Palästinenser*innen zu töten, die keine Gefahr für ihr Leben oder ihre Sicherheit darstellen. Es erfolgen weder anschließende Untersuchungen solcher Vorfälle noch werden Soldat*innen zur Rechenschaft gezogen.

Israelische Besatzungssoldat*innen schossen gestern dem erst 16-jährigen palästinensischen Teenager Ahmad Zahi in den Kopf, als er an einer Demonstration gegen die neue illegale Siedlung auf dem Land seines Dorfes Beita in der Nähe von Nablus protestierte. Heute erlag er seiner Verletzung. Seit der Errichtung dieses Siedlungsaußenpostens im April 2021 demonstrieren Palästinenser*innen fast täglich gegen ihn. Ahmad ist der 4. Palästinenser, der von der Armee, die die Siedler*innen verteidigt & bei ihren illegalen Aufbauarbeiten hilft, getötet wurde. Ein enger Freund Ahmads, Muhammad Hamael (15), wurde erst letzte Woche erschossen, wie wir in unserer wöchentlichen Zusammenfassung berichteten. Die Demonstrationen in Beita sind friedlich, alle Demonstrationsteilnehmer*innen unbewaffnet. Für morgen ist ein “Tag des Zorns” angekündigt, an dem in Beita gegen die brutale Besatzungsgewalt demonstriert wird.

Die Siedlung wächst schnell & umfasst bereits über 40 Gebäude. Sie wird auf dem Land von Beita gebaut, das die palästinensischen Besitzer*innen nicht betreten dürfen — aus “Sicherheitsgründen”, wie die israelische Armee sagt, dieselbe Armee, die gefilmt wurde, wie sie den Siedler*innen beim Bau hilft. Diese Siedlung ist nicht nur gemäß Völkerrecht illegal, sondern selbst nach israelischem Recht nicht legitim.

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