Veranstaltungen — Mehr verstehen, bequem vom Sofa aus

1. Runder Tisch: Palästina — Israel

Das Aufflammen des Nahostkonfliktes ist wie immer begleitet von scharfer und auch feindselig geführter Diskussion. “99 zu eins” versucht mit einem runden Tisch mehrere Perspektiven dazu zusammen zu bringen und eine gemeinsame klare, humanistische und linke Linie zu erarbeiten. Mit Nahed Samour, Iris Hefets, Sindyan Qasem, Dror Dayan, Lena Obermaier, Pedram Shahyar. Die spannende Diskussion wurde aufgezeichnet und kann hier nachträglich verfolgt werden:

2. Jüdische Perspektiven auf Antizionismus

Wie hängen Zionismus und Antisemitismus zusammen und wie werden Jüdinnen*Juden durch Zionismus diskriminiert? Dass Jüdinnen*Juden weltweit durch die Gleichstellung mit dem israelischen Staat rassifiziert werden, ist längst bekannt. Der durch Zionismus geprägte Alltag Palästinas unterdrückt nicht nur Palästinenser*innen, sondern auch die zahlreichen Stimmen kritischer und antizionistischer Jüdinnen*Juden weltweit. Palästinenser*innen und Jüdinnen*Juden auf der ganzen Welt können nur befreit werden, wenn wir beide Perspektiven miteinander verbinden und eine zwischenmenschliche Beziehung aufbauen. Daher müssen wir Zionismus problematisieren, verstehen wie er nicht nur an Antisemitismus gekettet ist, sondern auch an Imperialismus und Kolonialismus. Am 21. Mai hat Palästina Kolonial gemeinsam mit Wieland Hoban (Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost) und Michael Sappir (Jüdisch-Israelischer Dissenz Leipzig) genau darüber gesprochen — ihr könnt es euch hier nachträglich anhören:

Folgende Veranstaltung, organisiert von Palästina Spricht — Palestine Speaks, finden noch statt:

3. Denial or Genocide: The Palestinian People’s Struggle for Survival

Der Fall Palästina bietet ein noch nie dagewesenes Beispiel für ein koloniales Projekt, das über einen langen Zeitraum massive Gewalt ausübt. Das klassische Werkzeug kolonialer Macht ist die Anwendung physischer Gewalt, um ein Territorium zu besetzen, seine Bewohner zu unterdrücken, bis sie sich dem Besatzer unterwerfen. Das zionistische Projekt hat in 150 Jahren 11 verschiedene Arten von Krieg gegen das palästinensische Volk geführt. Diese Präsentation fragt: Hat dieses koloniale Projekt sein Ziel erreicht? Inwieweit ist der palästinensische Überlebenskampf erfolgreich gewesen? Welche Möglichkeiten bietet die Zukunft für die Durchsetzung des Völkerrechts im besetzten Palästina? Wie und in welchem Ausmaß sind normale europäische Bürger in diesen Kampf involviert? Welche Verantwortung haben die Bürger in demokratischen Gesellschaften für die Einhaltung des Völkerrechts und die Verhinderung von Kriegsverbrechen?
Dr. Salman Abu Sitta ist ein palästinensischer Akademiker, der vor allem für die Formulierung eines praktischen Rückkehrplans für palästinensische Flüchtlinge und die Dokumentation von Land und Menschen in Palästina durch umfangreiche Kartierungen bekannt ist. Er ist der Gründer und Präsident der Palestine Land Society (PLS), deren Archivsammlung und aktive Akten das Rückgrat des Palestine Land Studies Center (PLSC) an der American University of Beirut bilden. Dr. Abu Sitta hat über 400 Artikel, Abhandlungen und Bücher über Palästina veröffentlicht, insbesondere eine Reihe von Atlanten, die Palästina zu verschiedenen Zeiten dokumentieren (1871- 1877, 1917- 1966, 1948, und der Return Journey Atlas). Er arbeitete auch an einer Serie von Plakatkarten über al Nakba, siehe: www.plands.org. Sein Buch, Mapping My Return, ist ein persönlicher Erinnerungsbericht, der die Erfahrung der Nakba in Südpalästina beschreibt. Dr. Abu Sitta ist Mitglied mehrerer Organisationen, die sich mit palästinensischen Rechten, Menschenrechten und internationalem Recht beschäftigen.

Anmeldung und weitere Infos hier:

Das Bild entstand heute, 29.05.2021, in Köln

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